14

Denken

Norm der Gegenseitigkeit

einmaleins@flavia-it

Dieses uralte Überlebensprogramm, auch Reziprozität genannt, sagt im Grunde: „Ich helfe dir und du hilfst mir.“

Wollen wir nicht in der Schuld eines Anderen stehen, sollten wir uns vor dieser Form der „sanften Erpressung“ in Acht nehmen.

Synonym
Weitere Informationen

Reziprozität und Recht: „Reziprozität kann als rechtstheoretisches Paradigma fruchtbar gemacht werden, um Entstehung, Funktion und Probleme des Rechts tiefer zu verstehen.“

Quelle: http://ejournals.duncker-humblot.de/doi/abs/10.3790/rth.39.4.521?journalCode=rth

Reziprozität und Autismus: „Ich diskutiere Forschungsergebnisse, um aufzuzeigen, dass autistische Kinder zugänglicher werden, wenn Fachkräfte, Gleichaltrige und Eltern beigebracht bekommen, reziprok zu agieren. In einer randomisierten klinischen Studie erhielten Eltern ein „Training der Reziprozität“, und die Folge war, dass sich die Sprache ihrer autistischen Kinder rasch entwickelte und ihr soziales Engagement merklich zunahm.“

Quelle: http://autismus-kultur.de/autismus/eltern/gegenseitigkeit.html

„Für die nachfolgenden Überlegungen soll der hier zu verwendende Begriff der Reziprozität nun folgende Elemente enthalten: Es handelt sich um ein Konzept, das den Zyklus des Gebens, Nehmens und Erwiderns beinhaltet, welches die Verpflichtung der Beteiligten zu ihrem Gegenüber suggeriert. Hinzu kommt, dass für die folgende Argumentation das horizontal-verbindende und nicht das vertikal-hierarchisierende Moment der Gabe unterstellt wird.“

Aus: Der normative Kreislauf der Reziprozität

„Kurz nach Zehn. Andrea Hansen hat heute frei. Statt Arbeit steht heute entspanntes Shopping auf ihrer Agenda. Sie fährt zum Hackeschen Mark. Dort schlendert es sich besonders schön: viele kleine Straße, nette Cafes und interessante Boutiquen.

In einem Laden für exklusive, italienische Schuhe wird sie gleich am Eingang ganz besonders begrüßt: mit einem Glas Champagner. Natürlich kostenlos. Das steigert nicht nur Ihre Stimmung sondern auch ihre Kauflaune: Obwohl sie nicht vorhatte, neue Schuhe zu kaufen, greift sie nun doch zu. Schließlich ist es ja auch wirklich ein toller Laden.“

Aus: Reziprozität und Marketing

Reziprozität und Familie: „Im Zuge gesellschaftlicher Modernisierungsprozesse hat die Familie ihr Gesicht stark verändert: Mit dem Ausbau staatlicher Institutionen – vor allem des Bildungssystems und sozialstaatlicher Sicherungssysteme wie Arbeitslosen- und Rentenversicherung – hat sie viele Funktionen an diese abgegeben(…)Die Frage ist, wie diese unterschiedlichen Transfers in Familien zu erklären sind und welche Rolle dabei Reziprozität spielt“

Aus: Reziprozität in familialen Generationenbeziehungen

Weitere interessante Informationen zum Thema: „Familie und Reziprozität“ sind hier zu finden:

http://www.pedocs.de/volltexte/2014/8925/pdf/ZSE_2002_1_Gerris_Grundmann_Reziprozitaet_Qualitaet_von_Familienbeziehungen.pdf

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.