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Urteilen

Selbstwertdienliche Beurteilung

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Weil es sich viel besser anfühlt, schreiben wir Erfolge gerne unserer eigenen Leistung, Misserfolge dagegen äußeren Einflüssen zu.

Ein realistischeres Selbstbild erlangen wir, wenn wir uns diesbezüglich kritisch hinterfragen.

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Synonym:

  • Self-serving Bias

Quellen:

  • D. T. Miller, M. Ross (1975). Self-serving biases in the attribution of causality: Fact or fiction?, Psychological Bulletin, 82, S. 213-225
  • E. Aronson, T. D. Wilson, R. M. Akert: Sozialpsychologie. Pearson Studium. 6. Auflage 2008. ISBN 978-3-8273-7359-5, S. 116

Verwandte Effekte:

  • Impression Management

Vergleich mit der Akteur-Beobachter-Divergenz:

Normalerweise werden die Handlungen anderer eher mit deren Persönlichkeitseigenschaften, eigenes Verhalten eher mit der speziellen Situation begründet, die sogenannte „Akteur-Beobachter-Divergenz“. Wird das Ergebnis des eigenen Verhaltens jedoch als Scheitern gewertet, dient die selbstwertstützende Verzerrung der Aufrechterhaltung eines stabilen, positiven Selbstbildes.Diese kognitive Verzerrung kommt insbesondere zur Vermeidung von kognitiver Dissonanz zum Einsatz, wenn nämlich die Einsicht droht, ein erneutes Versagen auch bei verstärkten Anstrengungen nicht verhindern zu können. Anderenfalls wird die interne Ursache der schlechten Leistung anerkannt und motiviert zu vermehrten Bemühungen.

Aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Selbstwertdienliche_Verzerrung

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